Manche Hunde brauchen mehr als Erziehung — ihr Verhalten reicht über das hinaus, was sich mit Regeln und Übungen erklären lässt. Es ist über die Zeit gewachsen und hat einen Grund.
Was ist ein „Problemhund“?
Problemhunde sind Hunde, die mit Menschen, Artgenossen oder Umweltreizen überfordert sind. Sie reagieren darauf mit einem Verhalten, das aus ihrer Sicht richtig und oft die einzige Möglichkeit ist, mit der Situation umzugehen. Im Zusammenleben mit uns Menschen ist dieses Verhalten aber nicht immer das, was wir uns wünschen.
Eine Verhaltensauffälligkeit sagt also nichts über den Charakter des Hundes aus. Sie zeigt zunächst nur, dass eine Anforderung zu groß geworden ist.
Wo meine Arbeit beginnt
Ich möchte dir helfen zu verstehen, wie es zu diesem Verhalten gekommen ist — und welchen Weg wir daraus finden, in deinem Tempo.
Lange bevor ein Hund reagiert, teilt er bereits mit: über Blick, Haltung, Ohren, Rute, Abstand. Diese Signale sind der Punkt, an dem meine Arbeit ansetzt. Ich bringe dir bei, sie zu erkennen und einzuordnen, damit du rechtzeitig siehst, was in deinem Hund gerade passiert.
Wer die Sprache seines Hundes liest, kann ihm geben, was er in dem Moment wirklich braucht. Dann muss er die Situation nicht mehr allein aushalten und selbst entscheiden.
Gearbeitet wird bei mir ohne Sprachbefehle, ohne Zwang und ohne Hilfsmittel — über Körpersprache, Klarheit und ruhige Führung.
Und das dort, wo es zählt: Ich arbeite mobil. Also dort, wo ihr euren Alltag habt — in der Wohnung, im Treppenhaus, auf der Straße oder unterwegs. Was hier funktioniert, funktioniert auch draußen.
Alltagstraining für jeden Hund
Meine Arbeit richtet sich nicht nur an Hunde mit Problemverhalten. Auch wenn euer Zusammenleben grundsätzlich gut funktioniert, unterstütze ich euch dabei, euren Alltag entspannter und sicherer zu gestalten.
Wir arbeiten dort, wo Herausforderungen tatsächlich entstehen: bei Begegnungen mit anderen Hunden, beim Spaziergang, zu Hause, beim Besuch im Restaurant, beim Einsteigen ins Auto oder unterwegs in der Stadt. Dabei geht es nicht um starre Übungen oder bloßes Funktionieren, sondern darum, dass dein Hund sich an dir orientieren kann und ihr als Team verlässlich durch unterschiedliche Situationen geht.
Ich zeige dir, wie du deinem Hund mit Körpersprache, klaren Grenzen und ruhiger Führung Sicherheit gibst. So entstehen gegenseitiges Verständnis, Vertrauen und eine tragfähige Beziehung - bevor kleinere Unsicherheiten zu größeren Problemen werden.
Erziehung und Resozialisierung
Erziehung heißt für mich: eine tragfähige Beziehung aufbauen, eine Bindung wachsen lassen und dem Hund über klare Regeln und Grenzen Orientierung geben. So wird er zu einem Begleiter, mit dem der Alltag entspannt läuft. In meinen Trainingskonzepten bekommst du deshalb nicht nur Übungen und Lösungen, sondern auch das Hintergrundwissen: Was steckt hinter dem Verhalten deines Hundes — und warum gehen wir die Dinge so an, wie wir es tun?
Resozialisierung
Auslöser für Verhaltensauffälligkeiten wie eine gesteigerte Aggression sind nicht immer Lücken in der Erziehung. Oft fehlen einem Hund schlicht die richtigen Erfahrungen — oder er hat in einer Situation die falschen gemacht. Genau hier setzt die Resozialisierung an, und auf sie habe ich mich spezialisiert. Sie ergänzt die Erziehung, weil sie an den sozialen und kommunikativen Fähigkeiten des Hundes arbeitet und damit das Verhalten von der Wurzel her angeht.
Dabei geht es ausdrücklich auch um dich: Ich schule dich im Sozialkontakt unter Hunden, zeige dir, wie Hunde miteinander kommunizieren und wie du deinen Hund in einer Begegnung begleiten kannst, statt sie für ihn regeln zu müssen.
Wie ich arbeite
Ein Hund lernt am meisten, wenn er selbst entscheiden darf. Deshalb lasse ich ihm die Wahl zwischen richtig und falsch. Treffe ich jede Entscheidung für ihn, bleibt ihm nichts, woran er sich orientieren könnte.
Ohne Hilfsmittel, ohne Zwang
Kein Leinenruck, kein Schreien, kein Druck.
Wo Angst die Ursache ist, kann Angst nicht die Lösung sein.